08.03.2009 - Mit Tränen und einem spektakulären Sturz verabschiedeten sich Veronika Windisch und Andre Pulec von der Heim-WM im Wiener Dusika Stadion. Während Pulec vor mehr als 2.000 Zuschauern über die 1.000 Meter den Sprung in die zweite Vorrunde schaffte, schieden Windisch und Nachwuchshoffnung Stelzmüller bereits im ersten aus. Die Goldmedaillen über 1.000 m holten sich die Weltmeister des Vorjahres: Meng Wang bei den Frauen und Ho-Suk Lee bei den Männern.
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Bei zwei Einsätzen über die 1.000 Meter brachte es Andre Pulec heute auf zwei Stürze. In seinem ersten Vorlauf wurde der Wiener beim Überholmanöver vom bis dahin Führenden zu Fall gebracht und stieg somit in die nächste Runde auf. In seinem zweiten Lauf kollidierte Pulec mit einem kasachischen Athleten und legte einen sehenswerten Sturz hin. „Ich landete auf dem Rücken und bekam kurz keine Luft. Es war ein unglücklicher Sturz, der Kasache konnte nichts dafür. Mein Ziel, ein Semifinale zu erreichen, habe ich leider nicht erreicht. Dafür konnte ich über die 500 Meter einen neuen österreichischen Rekord aufstellen und über die 1.500 Meter erreichte ich das Viertelfinale.“ Der erst 17jährige Matthias Stelzmüller sammelte bei der Heim-WM viel Praxis und verabschiedete sich heute im ersten Vorlauf von der Konkurrenz. Der Wiener zeigte sich nach seinem WM-Debüt aber sehr zufrieden: „Es war heute ein taktisches Rennen, bin aber mit meiner Leistung sehr zufrieden. Für mich war die WM ein großartiges Erlebnis. Es ist schon ganz toll, gegen Skater wie Ohno laufen zu können." Windisch verabschiedet sich mit Tränen Die Steirerin Veronika Windisch war mit großen Erwartungen in die Short Track WM gestartet, scheiterte aber über die 1.000 Meter leider in der ersten Runde: „Ich lag in meinem Vorlauf von Beginn an vorne, wollte das Rennen schnell gestalten. In den letzten beiden Runden wurde ich von zwei Konkurrentinnen überholt und wurde schließlich Dritte. Ich habe darauf spekuliert, über die Zeit in die nächste Runde zu kommen. Doch daraus wurde nichts.“ Den Abschied von der WM hätte sich die Steirerin anders vorgestellt. Mit Tränen in den Augen ging’s in die Kabine: „Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Es ist schade, wenn man sich auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet, wo man etwas besonderes leisten will, und dann schaut nichts dabei raus. Ich denke, das Timing in der Vorbereitung hat nicht gepasst.“ Titelverteidiger setzen sich über die 1.000 m durch Bei den Finalentscheidungen über die 1.000 m konnten sich die Weltmeister des Vorjahres durchsetzen: Der Koreaner Ho-Suk Lee holte überlegen Gold vor dem US-Amerikaner Apolo Anton Ohno, der sich damit am letzten Tag seine erste Medaille sicherte. Dritter wurde Ohnos Landsmann J.R. Celski. Bei den Damen setzte sich die favorisierte Chinesin Meng Wang knapp gegen die beiden Koreanerinnen Min-Jung Kim und Sae-Bom Shin durch. Wang und Lee die Abräumer der WM In der WM-Gesamtwertung der Frauen setzte sich Meng Wang klar gegen die Koreanerin Min-Jung Sin durch. Dritte wurde Wangs chinesische Landsfrau Yang Zhou. Veronika Windisch belegte Rang 26. Bei den Herren dominierte der Koreaner Ho-Suk Lee, der wie die Wang zwei Mal Gold gewann, die Gesamtwertung. Er siegte überlegen vor dem US-Amerikaner J.R. Celski und dem Kanadier Charles Hamelin. Im abschließenden Staffel-Bewerb der Herren (5.000m) holten sich die US-Amerikaner in einem spannenden Rennen vor China und Japan den WM-Titel an. Bei den Damen (3.000m) gelang den Chinesinnen vor Korea und Kanada ein eindrucksvoller Sieg. Zufriedene WM-Bilanz Manfred Zojer, Präsident der ASSA, zieht nach der Short Track WM zufriedene Bilanz: "Die Weltmeisterschaft ist perfekt abgelaufen. Bedanken möchte ich mich vor allem bei der Stadt Wien, die eine große Hilfe war. Die teilnehmenden Nationen waren alle begeistert mit dem neuen Stil, den wir in die Durchführung des Events eingebracht haben. Das beginnt beim Feld rund ums Eis, wo sich die SportlerInnen aufwärmen konnten und endet beim Eis selbst, das beste Qualität aufwies. Wir freuen uns jetzt auf die nächsten Großsportveranstaltungen: Anfang 2011 wartet die Eisschnelllauf-EM in Innsbruck und 2012 die Jugendolympiade ebenfalls in der Tiroler Landeshauptstadt." Am ersten Tag besuchten rund 1.000 Zuschauer das Ferry Dusika Stadion, am Samstag rund 1.200 und heute kamen 2.500 Leute. "Es war eine wesentlich Steigerung zur letzten WM 1998", sagte Zojer. Auch Alexander Zimmermann von der Sportstadt Wien freut sich über eine gelungene Veranstaltung: "Es gab keine Probleme. Alle Beteiligten waren sehr zufrieden, das Eis war schnell. Wir bekamen nur positives Feedback von den SportlerInnen und vom internationalen Verband ISU." |